Sie analysiert die Strukturen, Mechanismen und Interessen, die den Zugang zu Diagnostik, Behandlung und Versorgung prägen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Gesundheitssysteme, Gesundheitspolitik, Digitalisierung und die Frage, wie politische, wirtschaftliche und institutionelle Entscheidungen die Gesundheitsversorgung beeinflussen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Mastzellerkrankungen, insbesondere Urtikaria, Angioödemen und dem Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS). Seit vielen Jahren arbeitet sie mit Betroffenen, wertet wissenschaftliche Literatur aus und untersucht die Versorgungssituation dieser Erkrankungen. Darüber hinaus führte sie eine Studie mit mehr als 1.400 Patientinnen und Patienten durch und gewann dadurch umfassende Einblicke in die Herausforderungen chronisch kranker Menschen.
Darüber hinaus beschäftigt sich Silvie Gross intensiv mit der Zukunft der Selbsthilfelandschaft. Sie analysiert die Rolle von Patientenorganisationen in modernen Gesundheitssystemen sowie Fragen der Unabhängigkeit, Transparenz, Governance und Interessenkonflikten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie Digitalisierung und gesellschaftlicher Wandel die organisierte Selbsthilfe verändern und welche Anforderungen künftig an unabhängige Patientenvertretung gestellt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Sie untersucht, wie Künstliche Intelligenz, digitale Plattformen und neue Technologien Versorgung, Gesundheitskompetenz, Patientenvertretung und den Zugang zu Wissen verändern. Dabei interessiert sie sich nicht nur für technologische Entwicklungen, sondern vor allem für deren Auswirkungen auf Menschen, Organisationen und gesellschaftliche Strukturen.
Mit Incendi hat Silvie Gross ein unabhängiges Magazin gegründet, das Gesundheit nicht isoliert als medizinisches Thema betrachtet. Incendi beschäftigt sich mit Gesundheitssystemen, ihren Strukturen und den Folgen politischer, wirtschaftlicher und institutioneller Entscheidungen. Das Magazin verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse, systemische Analyse und Erfahrungswissen, um komplexe Zusammenhänge verständlich und transparent einzuordnen.
Ihre Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass Gesundheit weit mehr ist als Medizin. Sie entsteht im Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik, Versorgung, Digitalisierung, Wirtschaft und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Wer verstehen will, warum Versorgung gelingt oder scheitert, muss die Systeme verstehen, in denen sie entsteht.
Gründungen
- Incendi
- Urtikariaverband
- ME/CFS Kompass
- Urtikariakompass
- gross-artig
- Selbsthilfe 2.0
Arbeitsschwerpunkte
- Gesundheitssysteme und Gesundheitsversorgung
- Gesundheitspolitik und Governance
- Digitalisierung im Gesundheitswesen und Künstliche Intelligenz
- Selbsthilfearchitektur und Patientenvertretung
- Transparenz, Unabhängigkeit und Interessenkonflikte
- Mastzellerkrankungen (Urtikaria, Angioödeme, MCAS)
- ME/CFS und Long COVID
- Konzeption und Durchführung von Studien und Patientenbefragungen
- Systemische Analyse komplexer Gesundheitsstrukturen